THE BIG DEAL – die Beko BBL im TV

Es war ein “Knaller”, den die Beko Basketball Bundesliga vor genau einer Woche zündete: die deutsche Telekom hat sich bis 2018 sämtliche Medienrechte gesichert. Alle Spiele der Beko BBL werden künftig auf den Plattformen der Telekom live und in HD zu sehen sein. “Das ist eine neue Dimension, ein Meilenstein für alle Basketballfans”, freut sich Beko BBL Geschäftsführer Jan Pommer. Wir beleuchten den Deal, blicken zurück auf die Entstehungsgeschichte, sprechen mit den Stream-Pionieren aus Frankfurt und präsentieren Euch die wichtigsten Ergebnisse unserer Umfrage zum Thema Live-Berichterstattung in der Beko Basketball Bundesliga.

Teil 1: Rückblick: der Weg zur Emanzipation

BBL TV

Das Thema Live-Streaming ist kein neues für die Beko Basketball Bundesliga. Von 2007 bis 2009 hatte der Pay TV-Spartensender Sportdigital zwei bis drei Spiele pro Woche übertragen, für die Fans ein kostenpflichtiges Modell, das sich mangels Reichweite und Kosten nicht durchsetzte. Die Folge: die Liga musste, um überhaupt eine nennenswerte Reichweite für die Randsportart Basketball zu erlangen, unbedingt einen Free-TV Partner finden. Im Zuge der Zusammenarbeit mit dem Haushaltsgerätehersteller Beko als neuer Namenssponsor wurde mit Sport 1 2009 der erste Kooperationsvertrag geschlossen. Auch wenn offiziell Stillschweigen über die Vertragsmodalitäten vereinbart wurde, ist davon auszugehen, dass die Medienrechte ohne nennenswerte Einnahmen vergeben wurden, das Motto damals: Hauptsache Fernsehpräsenz. 2012 wurde der Vertrag mit Sport1 um zwei weitere Jahre verlängert und sah vor, dass mindestens 50 Spiele produziert, wovon mindestens 40 live im  Free TV ausgestrahlt werden. Die Kritik der Basketballfans u.a. an lieblosen Produktionen, fehlenden festen Sendezeiten und einer Fokussierung auf Spitzenclubs bei den Übertragungen blieb bis heute bestehen.

Die Liga machte aber den ersten Schritt heraus aus der absoluten Abhängigkeit vom TV-Partner: sie sicherte den Clubs im neuen Vertrag eigene Verwertungsrechte am Bildmaterial zu und führte zur Saison 2012/2013 die Pflicht für alle Vereine ein einen so genannten Roughcut mit den wichtigsten Szenen ihrer Heimspiele sowie Spielerinterviews zu erstellen. Dieser Roh-Zusammenschnitt musste spätestens 12 Stunden nach Spielbeginn auf einer zentralen Plattform eingestellt sein. Im Gegenzug konnten die Vereine jeweils einen regionalen Medienpartner bestimmen, der in den meisten Fällen die Produktion übernahm, aber auch selbst Beiträge erstellen und ausstrahlen durfte, sowohl aus dem eigenen Material als auch aus sämtlichen Roughcuts. Für die TBB Trier übernahmen wir von basketball-stream.de diese Aufgabe.

Ein cleverer Schachzug der Liga, denn sämtliche fertige Beiträge aller Medienpartner mussten zudem auf der neuen, zentralen Plattform beko-bbl.tv eingestellt werden. Sport 1 produzierte aus dem Roh-Material erstmals kurze Spieltagszusammenfassungen (ohne jedoch alle Spiele zu berücksichtigen), die Liga selbst die Top10 der schönsten Szenen und wir unser Basketball-Magazin Inside mit den Highlights aller Spiele und Interviewgästen. Der erste Schritt zu einer breiteren Berichterstattung für die Kernzielgruppe war somit geebnet und der Weg frei für mehr.

Teil 2: Umfrage-Ergebnisse: Live-Streams im Internet als Erfolgsmodell!?

Die FRAPORT SKYLINERS gingen als erste einen Schritt weiter. Sie produzierten ab der Saison 2012/2013 einen eigenen Video-LiveStream ihrer Heimspiele und entwickelten diesen stetig weiter. In der Saison 2013/2014 folgten nach und nach insgesamt sieben weitere Standorte (Trier, Ludwigsburg, Bayreuth, Hagen, Würzburg, München, Bamberg) mit einer oder mehreren Übertragungen. Die Produktionsteams aus Ludwigsburg und Trier boten als einzige auch Übertragungen von Auswärtsspielen an. Eine offizielle Übersicht sämtlicher Zugriffszahlen auf die Sport1-Server bei den  Vereinsstreams gibt es (noch) nicht, allerdings haben allein wir über 200.000 Kontakte und rund 10.000 Zuschauer pro Übertragung verzeichnet (siehe Bilanz).

Um auch ein qualitatives Feedback zu der ausgeweiteten Live-Berichterstattung in der Beko Basketball Bundesliga zu erhalten, hatten wir vor einigen Wochen eine große Umfrage gestartet, an der sich insgesamt 1306 Basketballfans aus ganz Deutschland beteiligten, 787 Personen haben den kompletten Fragenkatalog beantwortet und gehen somit als Grundlage in die Auswertung ein. Hier die wichtigsten Ergebnisse – auf Anfrage lassen wir Euch per Mail gerne den gesamten Datensatz zukommen.

Die Einstiegsfrage beschäftigte sich mit der generellen Zufriedenheit der Kernzielgruppe mit der Live-Berichterstattung in der Beko BBL Saison 2013/2014:

Zufriedenheit

80 Prozent der Befragten bewerteten den Status Quo also im positiven Bereich – ein gutes Ergebnis, an dem die Online-Streams einen maßgeblichen Anteil haben:

Streams

Auffällig ist die Diskrepanz zwischen den Free-TV Übertragungen bei Sport 1, die lediglich 34 Prozent als sehr postiv oder positiv bewerteten im Vergleich zu den beliebtesten Vereins-Streams aus Frankfurt (87,9%) und Trier (84,8%). Die Beko BBL hat also im Hinblick auf die Vergabe der neuen Medienrechte die richtigen Schlüsse gezogen und den Weg frei gemacht für eine umfassende Berichterstattung via Internet/Entertain-Stream ohne die Zwänge und Restriktionen einer klassischen Fernsehproduktion. Durch das reichweitenstarke  Angebot über die Telekom-Kanäle können künftig auch andere Qualitätsmaßstäbe an den Free-TV Partner gesetzt werden, die Liga stärkt die eigene Verhandlungsposition.

Doch welche Elemente einer Live-Übertragung sind den Basketballfans besonders wichtig?

Elemente

Die Basketballfans wünschen sich kommentierte Übertragungen in HD-Qualität, in denen die wichtigsten Szenen nochmals in Zeitlupe analysiert werden können und als Highlights zusammengefasst werden. Außerdem sollten die Übertragungen als Aufzeichnung on demand zur Verfügung stehen. Wir gehen davon aus, dass all diese Wünsche in den “Telekom-Streams” berücksichtigt werden.

Unsere eigenen Produktionen der Trierer Spiele haben wir inhaltlich noch genauer beurteilen lassen. Das Konzept mit einer ausführlichen Vor-und Nachberichterstattung sowie wechselnden Co-Kommentatoren (Spieler, Experten, Vertreter des Gegners) zahlte sich aus.

TBB Stream

Bleibt die spannende Frage, ob die Zuschauer für den Service auch bezahlen würden?

Zahlen

Neben der Live-Berichterstattung gab es in der Saison 2013/2014 auch wesentlich mehr vereinsübergreifende Videoinhalte/Highlights:

Highlights

Da wir unser Bildmaterial aus den gleichen Rough-Cuts bezogen haben, interpretieren wir das Ergebnis so, dass die Zuschauer sich ausführlichere Spielberichte wünschen. Während ein klassischer Beitrag nur eine Länge von maximal zwei Minuten pro Partie hat, waren unsere Spielberichte inklusive Interviews jeweils bis zu 7 Minuten lang. Aus unserer Sicht ist ein “Play of the day” die ideale Ergänzung zu einer ausführliche Highlightberichterstattung.

Fazit: Die Ergebnisse der repräsentativen Umfrage zeigen, dass die regionalen Produktionen die Berichterstattung bereichert und inhaltlich von der Kernzielgruppe sogar deutlich besser beurteilt wurden als die professionellen Free-TV Produktionen.

Teil 3: “Stream-Pionier” Thomas Nawrath

Thomas Nawrath Steven Clauss

Thomas Nawrath (re.), Pressesprecher und Stream-Kommentator der SKYLINERS

Thomas, Was hat Euch damals bewogen einen eigenen LiveStream auf die Beine zu stellen?

Eigentlich hat das Thema viel früher angefangen Gestalt anzunehmen. Im Bereich Video gab es ja schon vorher erste Schritte und Entwicklungen. Von dem Highlight-Spielzug der Partie war der Schritt zu einer kurzen Zusammenfassung der Begegnung ein logischer. Damals (2009/10) haben wir als erstes Team der Liga Zusammenfassungen und Highlights von allen Heim- und Auswärtsspielen unserer Mannschaft angeboten. Im Zuge dessen gab es natürlich auch eine technische Weiterentwicklung und vor allem neue Erkenntnisse, Kompetenzen und Sichtweisen. Daraus ergab sich dann der Gedanke, ein komplettes Spiel live zu übertragen. Den ersten, von einem Team in Eigenregie selbst produzierten Livestream in der Beko BBL haben wir schon in der Saison 2011/12 eigenständig produziert. Damals war es unser letztes Heimspiel gegen Tübingen. Davor hatten wir schon gute Erfahrungen mit Übertragungen der Spiele der FRAPORT SKYLINERS Juniors in der ProB gemacht. Es war also ein Prozess, der schlussendlich zu den Livestreams geführt hat. Wenn ich an der Stelle mal unseren geschäftsführenden Gesellschafter, Gunnar Wöbke, zitieren kann, der vor der Premiere gegen Tübingen sagte: „Wir sehen diese erste Live-Produktion als Testlauf für die Zukunft.“ Ich denke, da lag er nicht ganz falsch, wenn man sich die folgenden Entwicklungen und die neue Medienpartnerschaft der Liga mit der Telekom anschaut.

Wie bewertet ihr die beiden Saisons und welche Fortschritte gab es?

Die Übertragungen bewerten wir sehr positiv. Sie sind ein toller Service für die Fans und die vielen positiven Feedbacks bestätigen uns darin auch immer wieder. Fortschritte und Entwicklungen gab es eigentlich von jeder Übertragung zur nächsten. Es war toll zu sehen, wie die Dinge die wir uns vorgenommen und ausgemalt hatten oder die von den Fans an uns rangetragen wurden, umgesetzt und akzeptiert wurden. Kameraperspektiven, Graphiken, Atmo-Mikros – wie gesagt: Fortschritte gab es eigentlich mit jeder Übertagung und eigentlich haben wir noch gar nicht das Gefühl, schon am Ende zu sein. Ideen und Vorstellungen liegen noch stapelweise in den Schubladen.

Unsere Umfrage bestätigt: Frankfurt hat den beliebtesten LiveStream geboten. Stolz?

Das freut natürlich zu hören und bestätigt die tolle Arbeit und den Einsatz, den wir gemeinsam im Team erreicht haben! Da haben alle mit viel Herzblut und Kreativität an einem Strang gezogen.

Leider wird es nach der Neuvergabe der Medienrechte nicht mehr in Eigenregie weiter gehen, seid ihr traurig oder ist das einfach der nächste Schritt?

Es ist der nächste Schritt und ein großer dazu. Wir alle dürfen gespannt sein, welche Entwicklungen sich da jetzt ergeben werden und wohin die Reise der Übertragungen gehen wird. Alle Spiele in HD? Da kann man sich als Basketballfan nicht beschweren.

Steven Clauss und Du ward ein kongeniales Kommentatorenduo, wirst du das Mitfiebern am Mikrofon vermissen?

Weniger das Mitfiebern als die Expertise von Steven, den ständigen Dialog mit den Fans über Facebook, Twitter und Co und die Zusammenarbeit im Stream-Team. Weiter Mitfiebern werden wir alle aber natürlich trotzdem. Ansonsten ist bei den Heimspielen ja ohnehin immer reichlich zu tun, so dass die neu ´gewonnene´ Zeit in andere Projekte und Arbeiten investiert werden kann.

Vielen Dank Thomas, ich denke wir haben gemeinsam mit unseren Produktionen den Weg für eine neue Ära der Live-Berichterstattung zur Beko Basketball Bundesliga geebnet.

Teil 4: “Telekom-Deal” und Ausblick

Wir stellen Euch die bisher verfügbaren Informationen zum neuen Vertrag mit der Deutschen Telekom zusammen, und beantworten die wichtigsten Fragen. Alle Angaben natürlich ohne Gewähr ;-).

Umfang der Live-Berichterstattung

Es werden erstmals alle Liga-, Pokal,- und Playoffspiele sowie die Sonder-Events (z.B. Allstarday) produziert. Es bleibt zudem bei ca. 50 Live-Spielen im Free-TV. Auf welchem Sender diese Übertragungen zu sehen sein werden ist noch unklar. Die Telekom verhandelt mit mehreren Interessenten, u.a. Sport 1. Pro Spieltag gibt es also neun Spiele live, mindestens 8 im Netz bzw. bei Entertain, eins im Free TV. Der Vertrag läuft bis zum Ende der Saison 2017/2018.

Was bedeutet das für die Streams der Vereine, wie den TBB LiveStream von basketball-stream.de?

Es wird keine so genannten Vereinsstreams mehr geben. Mit der Bekanntgabe der Neuvergabe der Medienrechte ist unseren Planungen für die neue Saison quasi die Grundlage entzogen worden. Es wird und darf keine Eigenproduktionen mehr geben. Das ist einerseits traurig, weil wir mit unserem Team gerne weiter gemacht hätten, tolles Feedback zu unseren Produktionen erhielten und voller Tatendrang und Ideen waren, andererseits aber auch eine tolle Gesamtentwicklung, über die wir uns als Basketballfans freuen und zu der wir die Liga nur beglückwünschen können. Wir sind auch stolz einer der Wegbereiter dafür gewesen zu sein, dass nunmehr alle Spiele gezeigt werden. Vielleicht können wir uns ja auch mit unserem Know-How unter neuer Flagge weiter einbringen, dem Aufruf von Beko BBL Geschäftsführer Jan Pommer am Ende dieses Interviews sind wir jedenfalls gefolgt.

In welcher Qualität wird übertragen und wer produziert das Ganze?

Alle Spiele sollen in HD-Qualität produziert werden. Es wird als Standard vier Perspektiven, bei mindestens einem Top-Spiel sogar sechs Perspektiven geben. Das übertrifft den Standard von Sport1, die mit ihren Produktionsteams nur in SD übertragen haben.

Die Produktionen werden nicht von der Telekom selbst in Auftrag gegeben/umgesetzt, die Beko BBL liefert das fertige Signal für die “Telekom-Kanäle” und stellt für die Umsetzung aktuell ein eigenes Redaktions- und Produktionsteam zusammen, dass neben der Live-Berichterstattung auch noch Highlights von sämtlichen Spielen im Nachgang produzieren soll. Auch ein Magazin-Format ist angedacht. Bei den Produtkionen soll nach Auskunft der Liga auch auf die Expertise in den Clubs zurückgegriffen werden.

Aus unserer Sicht ist das eine Herkules-Aufgabe, die es zu bewältigen gilt. Zum Hintergrund: bei unseren Video-Streams der Trierer Spiele waren bereits zehn Mitarbeiter pro Übertragung im Einsatz, wir haben auch Sport1 schon bei einer Fernsehproduktion begleitet und einen Hintergrundbericht gedreht, hier ist das Produktionsteam über 20 Mann stark.

Warum macht die Liga das in Eigenregie?

Hier können wir natürlich nur mutmaßen. Zum einen wird wohl aus Kostengründen aus der Not eine Tugend gemacht –  für eine Videoproduktion mit den vorgegebenen Standards wären “am Markt” mindestens 5.000 – 10.000 € pro Produktion fällig, was bei über 300 Übertragungen einem Gesamtvolumen von mehr als 1,5 Mio. € entsprechen würde. Der größte Vorteil und ein Novum ist allerdings, dass die Liga sowohl für die Sendermarke als auch medienrechtlich selbst verantwortlich ist. Das heißt die Beko BBL behält letztlich die Hoheit über die redaktionellen Inhalte, kann diese selbst gestalten und zusätzlich die reichweitenstarken Kanäle des Partners zur Verbreitung nutzen – salopp formuliert: man kann in großem Stil Werbung in eigener Sache machen. Die Telekom wiederum erhält Premium-Content in einem wohl unschlagbar günstigen Gesamtpaket, eine klassische Win-Win-Situation. Eine ideale Konstellation für jeden Basketballfan, die auf leidenschaftlichere Übertragungen mit mehr Fachkompetenz, Ideen und Inhalten hoffen lässt, schließlich soll die Faszination Beko Basketball Bundesliga ja bestmöglich vermittelt werden.

Was kostet das neue Angebot und wie kann ich es empfangen?

Das gesamte Angebot ist für Telekom Vertragskunden unabhängig ob Festnetz, Mobilfunk oder IP-TV kostenlos und soll auch unabhängig vom vertragsbestandteiligen Endgerät nutzbar sein.  Heißt: ein Mobilfunkkunde kann das Angebot auch am heimischen PC oder Tablet nutzen und muss sich die Spiele nicht zwangsweise auf seinem Telekom-Handy anschauen. Das Angebot gilt nur für direkte Telekom-Kunden, Tochterfirmen wie Congstar gehören nicht dazu. Nach dem jüngsten Unternehmensbericht hat die Telekom über 70 Millionen Bestandskunden, die kostenlos die Beko Basketball Bundesliga in HD-Qualität verfolgen könnten. Falls die Telekom mit ihrem Marketing- und Werbemöglichkeiten die Beko Basketball-Bundesliga aktiv bewirbt, ist das in der Tat ein Meilenstein für die weitere Entwicklung des deutschen Basketballs.

Zur Umsetzung muss es demnach mindestens zwei Empfangswege geben. Einmal als Erweiterung über das IP-TV-Angebot “Entertain” direkt am TV – zum Anderen wird es ein Online-Angebot geben, vermutlich eine Plattform, auf der man sich mit seinen Kundendaten oder gesonderten Zugangsdaten einloggen kann, um die Spiele online via App oder auf beko-bbl.de bzw. den Vereins-Homepages sehen zu können.

Für Nicht-Telekom-Kunden soll es ein monatlich kündbares Monats- und Saisonabo geben. Das Saisonabo wird weniger als 10 € pro Monat kosten und ebenfalls nicht auf ein Endgerät beschränkt sein. Ob es auch die Möglichkeit gibt einzelne Spiele zu “buchen” oder nur die Spiele des Lieblingsvereins ist noch unklar. Unterm Strich war es aber noch nie so einfach und komfortabel auf Live-Basketball zuzugreifen.

Wird es endlich feste Sendezeiten geben?

Ja, auch dieser Wunsch geht in Erfüllung. Immer wieder wurde Sport 1 dafür kritisiert, dass man selbst als Basketball-Nerd kaum noch den Überblick behalten konnte, wann genau die nächste Live-Übertragung ansteht. Mit dem neuen Vertrag und der Telekom im Rücken hat die Beko BBL jetzt eine viel stärkere Verhandlungsposition. Nach Auskunft der Liga wird es feste Sendezeiten am Freitag, Samstag und Sonntag geben. Da die Spiele zu unterschiedlichen Zeiten beginnen, können auch die “kleinen Clubs” künftig von der größeren Reichweite profitieren, weil es kaum noch parallel stattfindende Partien gibt. Heißt für den Basketballfan: er kann noch mehr Live-Basketball erleben, selbst wenn er die Heimspiele seines Lieblingsvereins weiter besucht.

Fazit

Fasst man alle Argumente zusammen ist der Beko BBL aus unserer Sicht ein “Mega-Deal” gelungen. Der Umfang im Free TV bleibt als Status Quo bestehen, dazu erhöht man die Reichweite massiv, bestimmt über das eigene Produktions- und Redaktionsteam sogar die Inhalte und hat mit der Deutschen Telekom einen Big Player im Marketing und Vertrieb des gemeinsamen Produktes im Boot. Wenn dieses bis 2018 auch perspektivisch angelegte Projekt jetzt von allen Beteiligten mit der nötigen Ruhe geplant und professionell umgesetzt wird, dann kann die Randsportart Basketball nur profitieren. Der 17.Juni 2014 könnte die Berichterstattung revolutioniert haben, wir sind sehr gespannt auf die Umsetzung.

Zum Abschluss unsere kleine Wunschliste an die Beko BBL: bitte orientiert Euch an den Ergebnissen unserer Umfrage, bietet eine umfangreiche Vorberichterstattung mit fundierten Interviews und Hintergründen, Live-Einblicke in die Auszeiten (man kann die Trainer durchaus verstehen), mehr Statistiken bei den Übertragungen und leidenschaftliche Kommentatoren mit Fachkompetenz. Von Herzen viel Erfolg und nochmals danke an alle, die unsere kleinen Streams, Magazine und Videos geschaut haben.

David_Chris

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Author: vilter